Lesen Beschriftung Vertriebene Menschen von Mosul und Umgebung im Hasan Sham Camp, wo NRC Nothilfe leistet: Essenspakete, Wasser und Hygieneartikel sowie Schulunterstützung und sichere Orte für Kinder. Foto: NRC/Hussein Amri

NRC im Irak

Veröffentlicht 14. Mrz 2018
Die humanitäre Krise im Irak bleibt eine der größten und unbeständigsten der Welt.

Die humanitäre Lage

Der Irak hat eine lange Geschichte der Vertreibung, die in den letzten Jahren ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht hat. Von den mehr als 5,8 Millionen Menschen, die seit 2014 aus ihrer Heimat fliehen mussten, sind mehr als zwei Millionen weiterhin Vertriebene.

Über 3 Millionen sind mittlerweile in ihre Heimat zurückgekehrt. Hilfsorganisationen glauben, dass die Rückkehr verfrüht, unter unsicheren Bedingungen oder teilweise auch unfreiwillig war. Viele sind in Regionen zurückgekehrt, in denen es an grundlegender Infrastruktur, Versorgungsdiensten und Möglichkeiten für den Lebensunterhalt mangelt oder in denen noch Gefahr von nicht beseitigten Sprengstoffen besteht. Zu den weiteren Herausforderungen gehören: mangelnde Sicherheit, soziale Ablehnung, Probleme in Unterkunftsangelegenheiten und Eigentumsfragen sowie mit behördlichen Papieren wie Ausweisen. Des Weiteren fehlt es an Bildungsmöglichkeiten.

Nach dem jüngsten humanitären Reaktionsplan (Humanitarian Response Plan - HRP) werden im Jahr 2018 voraussichtlich mehr als 8 Millionen Menschen im Irak humanitäre Hilfe benötigen. Nachdem die Militäroperationen gegen die IS-Gruppe beendet sind, steht die irakische Regierung vor neuen Herausforderungen, um einen integrativen Wiederaufbau und ein friedliches Miteinander zu gewährleisten.

Der Einsatz des NRC

Wir haben Binnenvertriebene im Irak, syrische Geflüchtete und Gastgebergemeinden in Ninewa, Dohuk, Erbil, Salah Al-Din, Kirkuk, Bagdad, Sulaymaniyah und Anbar unterstützt.
Wir haben uns darauf fokussiert, Neuvertriebene wie auch Langzeitvertriebene in Flüchtlingslagern zu unterstützen, ebenso wie diejenigen, die an nur schwer zugängliche Orte vertrieben worden sind.

Im Jahr 2017 haben wir unsere Programme im Irak ausgeweitet, um auf die weitreichenden, großflächigen Vertreibungen zu reagieren. So helfen wir insbesondere in der Provinz Anbar, in Kirkuk und in Mosul mit unserer Wasser- und Sanitärversorgung, Bildungs, Camp-Management, Rechtshilfe und unserer Notfallhilfe.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite.

NRC Irak ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Norwegisches Außenministerium

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweiz (DEZA)

Büro des US-Außenministeriums für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration (PRM)

Regionaler Treunhandfonds der Europäischen Union (MADAD, NEAR)

US-Amt für ausländische Katastrophenhilfe (OFDA)

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)

Ministerium des Vereinigten Königreichs für internationale Entwicklung (DFID)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

Australisches Außenministerium (DFAT)

Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Über 3 Millionen Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Heimat