Lesen Beschriftung Bild: Ingebjørg Kårstad/NRC

NRC in Bangladesch

Zwischen August 2017 und Dezember 2018 flohen über 700.000 Menschen von Myanmar nach Bangladesch. Sie leben nun in Cox’s Bazar zusammen mit über 200.000 Rohingya, die durch frühere Gewaltwellen im Rakhaing-Staat vertrieben wurden.

Die humanitäre Lage

Die ethnische Gruppe der Rohingya wird häufig als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt bezeichnet. Schätzungsweise 905.000 geflüchtete Rohingya sind derzeit in Cox’s Bazar in Bangladesch untergebracht. 700.000 davon flohen gegen Ende 2017 vor der extremen Gewalt in Myanmar. Die als staatenlos geltenden Rohingya leben derzeit in einem der am stärksten überlasteten Flüchtlingslager der Welt. Sie wohnen im Bambushütten, die auf Land stehen, das anfällig für Überschwemmungen und Erdrutsche ist. Der Zugang zu Grundversorgungsleistungen, einschließlich angemessener Sanitäranlagen, medizinischer Versorgung, Möglichkeiten des Lebensunterhalts und Bildung ist eingeschränkt.

Die hohe Zahl an Geflüchteten hat auch die halbe Million Einheimische, die in Cox’s Bazar leben, enorm belastet. Die Existenz des Lagers hat zu einer groß angelegten Abholzung eines ehemaligen Naturschutzgebiets geführt und die Möglichkeiten der Bauern, ihre Felder zu bewirtschaften, stark beeinträchtigt. Trotz dieser Probleme haben diese bangladeschischen Gemeinden sofort reagiert, als die Rohingya ankamen, und gewähren ihnen auch weiterhin großzügig Zuflucht – obwohl mindestens 336.000 Mitglieder dieser Gemeinden selbst auf humanitäre Unterstützung angewiesen sind.

Der Einsatz des NRC

Unsere ersten Aktivitäten im Norden Bangladeschs führten wir im Jahr 2016 durch eine Partnerschaft mit der lokalen NGO RDRS durch. Seitdem haben wir unsere Präsenz verstärkt und im November 2018 die rechtliche Registrierung erhalten, die es uns ermöglicht, besser auf den Rohingya-Zustrom zu reagieren. Neben unseren Partnern vor Ort unterstützen wir Geflüchtete und die lokale Bevölkerung durch Bildungs- und Rechtsberatungs-Programme. Sobald unser Landesbüro gut etabliert ist, wollen wir unsere Maßnahmen ausweiten und erwägen Aktivitäten rund um Unterkünfte und klimabedingte Vertreibung.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite.

NRC Bangladesh ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Norwegisches Außenministerium

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)