Lesen Beschriftung Viento Libre (“freier Wind”) ist ein Viertel, in dem ein großes Risiko besteht, von bewaffneten Gruppen rekrutiert zu werden. Die Mitarbeitenden von NRC setzen sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche einen sicheren Ort zum Lernen und für sonstige Aktivitäten haben. Foto: NRC/Edgar León

NRC in Kolumbien

Veröffentlicht 14. Mrz 2018
Durch einen sechs Jahrzehnte andauernden bewaffneten Konflikt entstand in Kolumbien die längste und schwerste humanitäre Krise Amerikas. Seit 1991 ist NRC in Kolumbien vor Ort, wo Millionen Menschen gewaltsam vertrieben wurden.

Die humanitäre Lage 

Der sechs Jahrzehnte andauernde Konflikt in Kolumbien zwang Millionen zur Flucht.

Obwohl das Land im Jahr 2016 mit dem Friedensabkommen zwischen der Regierung und der bewaffneten Gruppe FARC einen Meilenstein erreicht hat, hat sich der Konflikt, seit die Gruppe ihre Waffen niedergelegt hat, in manchen Gegenden weiter verschärft. In den vormals FARC-EP-kontrollierten Gebieten herrscht noch immer Gewalt: Mehrere bewaffnete Gruppen kämpfen um die Kontrolle der natürlichen Ressourcen und Drogenhandelsrouten. Viele afro-kolumbianische und einheimische Völker sind gezwungen, aus ihrem Heimatland zu fliehen.

Neun von zehn der durch den kolumbianischen Bürgerkrieg Vertriebenen haben für die Verbrechen, die ihnen angetan wurden, keinerlei Wiedergutmachung erhalten, darunter die vielen Menschen, die Verwandte verloren haben, gewaltsam zur Flucht gezwungen wurden oder Opfer von Folter und sexueller Gewalt wurden.

Nach Syrien hat Kolumbien die zweitgrößte Gruppe an Vertriebenen. Fast 5 Millionen Menschen sind von humanitäre Hilfe abhängig. Über 310.000 flohen in die Nachbarländer Ecuador, Panama und Venezuela. 

Währenddessen leben in Kolumbien etwa 1,1 Millionen Menschen, die vor der wachsenden humanitären Krise im benachbarten Venezuela geflohen sind.

38.941
Menschen im Bildungsprogramm
30.901
Menschen im ICLA-Programm

Der Einsatz des NRC


Wir leisten Nothilfe und langfristige Unterstützung für Binnenvertriebene in den ländlichen Gebieten, wo die Behörden sich schwertun, Hilfe bereitzustellen, und in den Städten, wo der Großteil der Vertriebenen Kolumbiens Zuflucht gesucht hat.
Von unserem Büro in Bogotá aus leiten wir einen regionalen Einsatz, bei dem wir kolumbianische Geflüchtete in Venezuela, Ecuador und Panama dabei unterstützen, ihre Rechte geltend zu machen.

Die Krise in Venezuela hat ebenfalls viele Menschen dazu veranlasst, humanitäre Hilfe in anderen Ländern zu suchen. Derzeit erarbeiten wir einen Plan, wie wir auf diesen Bedarf am besten reagieren können.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite.

NRC Kolumbien ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Spender

• Norwegisches Ministerium für auswärtige Angelegenheiten (MFA)

• Norwegische Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)

• Büro für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration (BPRM)

• Kanadisches Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Handel und Entwicklung (DFATD)

• Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

• Ministerium des Vereinigten Königreichs für internationale Entwicklung (DFID)

• UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR)

• Telethon Norwegen

• Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)

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Landesleitung

Christian Visnes

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co.nrc@nrc.no