Lesen Beschriftung In La Sosa in Tegucigalpa herrscht Gewalt. Drei kriminelle Gruppen kämpfen um die Kontrolle des Gebiets. Aufgrund von gewalttätigen Mordfällen fühlen Kinder sich auf ihrem Schulweg nicht sicher. Die Militärpräsenz versucht, die Kontrolle über die Schule zurückzugewinnen. Foto: A. Aragon/EU/ECHO

NRC in El Salvador, Honduras und Guatemala

Veröffentlicht 14. Mrz 2018
Organisiertes Verbrechen und Gewalt von Banden haben im Norddreieck Zentralamerikas eine schwere humanitäre Krise ausgelöst. Die Mordraten in Honduras und El Salvador gehören zu den höchsten der Welt.

Die humanitäre Lage

El Salvador, Honduras und Guatemala werden zusammen als das Norddreieck Zentralamerikas (NTCA) bezeichnet. 667.000 Menschen waren hier aufgrund der Gewalt zur Flucht gezwungen.

Die Auswirkungen der Gewalt auf das Leben der Menschen sind verheerend. Die Mordraten in Honduras und El Salvador gehören weltweit zu den höchsten.

Viele werden von kriminellen Banden unter Androhung von Mord gezwungen, ihr Land zu verkaufen. Wer sich weigert, muss fliehen. Zudem wollen die Flüchtenden ihre Kinder vor Rekrutierung durch Banden, Gewalt und sexuellem Missbrauch schützen. Einige Menschen fliehen, weil ihnen tatsächlich Gewalt angedroht wurde, andere wegen einer Verschlechterung ihrer Lebensumstände im Allgemeinen.

Die Binnenvertriebenen leben in Slums oder inoffiziellen Siedlungen in großen Städten, die zunehmend von Banden kontrolliert werden. Dort fehlt es ihnen an Grundversorgungsleistungen, Bildung und Verdienstmöglichkeiten.

Die Gewalt gepaart mit der Unfähigkeit der Regierung, die Bevölkerung zu beschützen, haben eine Massenflucht aus diesen Ländern zur Folge. Die meisten fliehen nach Mexiko, in die USA, nach Costa Rica oder nach Panama. Viele der Flüchtenden sind Kinder und Jugendliche, die häufig unbegleitet sind.

Der Einsatz des NRC

Wir sind in zweien dieser Länder tätig. Wir sind in Honduras und in El Salvador, wo wir mit dem Norwegischen und dem Salvadorianischen Roten Kreuz zusammenarbeiten.

Menschen, die vor Gewalt fliehen, wollen oft aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen lieber anonym bleiben. Das erschwert es den Hilfsorganisationen, uns eingeschlossen, diese Menschen zu erreichen.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite.

NRC ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Spender

• Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

• Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR)

• Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit

• Norwegische Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)

• Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

• Katastrophenvorsorge – Europäische Kommission (DIPECHO)

Ihre Unterstützung wird einer ganzen Region Entlastung und Hoffnung schenken. Vertriebene Menschen brauchen unsere Hilfe und einen sicheren Ort zum Leben. Ihre Unterstützung hilft uns dabei, Flüchtenden aus Honduras und El Salvador zu helfen. 

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Landesleitung

Christian Visnes

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