Lesen Beschriftung Sudanesische Geflüchtete im Südsudan warten auf Seife und neue Wasserbehälter. Foto: NRC/Christian Jepsen.

NRC im Südsudan

Veröffentlicht 14. Mrz 2018
Im jüngsten Staat der Welt zwingt ein verheerender Konflikt weiterhin Millionen Menschen zur Flucht.

Die humanitäre Lage

Im Jahr 2011 erlangte der Südsudan die Unabhängigkeit vom Sudan und setzte damit einen Schlussstrich unter den längsten Bürgerkrieg Afrikas. Aber zwei Jahre später brach der gewaltvolle Konflikt nach politischen Unstimmigkeiten zwischen Präsident Salva Kiir und dem früheren Vize-Präsident Riek Machar erneut aus. Seitdem waren über drei Millionen Menschen dazu gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen.
 
Trotz einer Friedensvereinbarung, die von den Kriegsparteien im August 2015 unterschrieben wurde, hat die Bevölkerung des jüngsten Staates der Welt noch immer keinen Frieden erlebt. Zehntausende wurden während des Konflikts getötet.
 
Am 20. Februar 2017 erklärten die Vereinten Nationen in Teilen des Südsudans eine Hungersnot. Obwohl diese dank humanitärer Hilfe umgekehrt werden konnte, hat sich das derzeitige Niveau der Ernährungsunsicherheit deutlich verschlechtert. Der Konflikt hat die Wirtschaft des Landes zum Erliegen gebracht und zu einem sprunghaften Anstieg der Inflation geführt. Die Folge sind steigende Lebensmittelpreise. Viele Märkte wurden geschlossen und die Landwirtschaft Betreibenden wurden von ihrem Grund und Boden vertrieben. 6,3 Millionen Menschen – knapp die Hälfte der gesamten Bevölkerung – leiden unter Ernährungsunsicherheit, und die Zahl wird voraussichtlich weiter steigen.

 

Der Einsatz des NRC


Der Bürgerkrieg hindert humanitäre Organisationen, einschließlich NRC, daran, die vielen Menschen zu erreichen, die dringend Hilfe benötigen.

Unsere Notfallteams bieten lebensrettende Hilfe. Unsere Sofort- und mobilen Nothilfe-Einsätze sind im Südsudan unsere wichtigsten Maßnahmen. Wir erreichen gefährdete Menschen in abgelegenen Gebieten, die schwer zugänglich sind.

Für weitere Informationen über unsere Arbeit, besuchen Sie bitte unsere internationale Webseite.

 

 

NRC Südsudan ist dankbar für die großzügige Unterstützung durch unsere Geber

Norwegisches Außenministerium

Norwegisches Direktorat für Entwicklungszusammenarbeit (Norad)

US-Amt für ausländische Katastrophenhilfe (OFDA)

Schwedische Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Sida)

Welternährungsprogramm (WFP)

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)

Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO)

Europäische Union (EU)

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweiz (DEZA)

Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

Humanitärer Fonds Südsudan (SSHF)

Helfen Sie mit, Menschen im Südsudan zu unterstützen