5 Fakten über den Jemen

Kristine Grønhaug|Veröffentlicht 13. Mai 2019|Bearbeitet 06. Mai 2019
Der Jemen repräsentiert derzeit die größte humanitäre Krise der Welt. Durch den anhaltenden Konflikt, die wirtschaftliche Verschlechterung und den Zusammenbruch der öffentlichen Dienstleistungen sind 22,2 Millionen Menschen auf Hilfe und Schutz angewiesen. Wir reagieren auf die Notlage im Jemen, indem wir den Gemeinden Ressourcen, Dienste und Informationen zur Verfügung stellen, die Eigenständigkeit ermöglichen und die Würde der Menschen wahren.

8 von 10 Menschen brauchen humanitäre Hilfe

Im Jemen leben rund 30 Millionen Menschen. 3,3 Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben und leben andernorts im Land. Vertriebene Menschen brauchen Hilfe, aber die Weltgemeinschaft hat sie vergessen.

Im Lager Al-Garad bekommen die Menschen Mehl und einige Lebensmittel vom Welternährungsprogramm. Aber es ist bei Weitem nicht genug. Es besteht ein großer Bedarf an Zelten, Latrinen, Lebensmitteln und sauberem Wasser.

 

Es besteht ein Defizit von 4,2 Milliarden Euro zur Deckung des humanitären Bedarfs im Jemen für 2019

Die Menschen brauchen dringend Hilfe. Die Geber haben sich verpflichtet, 62 Prozent der benötigten Mittel bereitzustellen, bisher sind jedoch lediglich 5 Prozent eingegangen. Die öffentlichen Dienste sind zusammengebrochen, der Haupthafen Hodeidah ist blockiert, der Import von Lebensmitteln und Treibstoffen ist eingeschränkt.

Das Lager Al-Mishqafa wurde für 420 Menschen errichtet. Im Jahr 2018 lebten dort 2.100 Menschen. Seit letztem Jahr stellt NRC hier Bargeld, Ausweispapiere, Zelte und Latrinen zur Verfügung.

 

Cholera und Minen

Nur die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Etwa 3.000 Menschen im Jemen sollen an der Cholera gestorben sein.

NRC unterstützt Menschen in abgelegenen und schwer erreichbaren Regionen. Der Jemen ist derzeit gespickt mit Minen und nicht explodierten Kampfmittelrückständen. Wenn man dort fahren muss, wo es keine Straßen gibt, sollte man daher tunlichst den Spuren anderer Fahrzeuge folgen.

 

Millionen verhungern

Über 20 Millionen Jemenitinnen und Jemeniten haben Schwierigkeiten, jeden Tag Nahrung zu bekommen, und 10 Millionen von ihnen sind nur einen Schritt von einer Hungersnot entfernt. 238.000 sind kurz vor dem Verhungern. Laut Save the Children sind bereits 85.000 Kinder den Hungertod gestorben.

Im Lager Al-Garad gibt es nur eine Wasserquelle, die 350 Menschen sich teilen müssen.

 

Die Angriffe gehen weiter

Die Infrastruktur im Jemen wurde durch Luftangriffe, Bomben und Granatenangriffe zerstört. 1.500 Schulen wurden zerstört. Diese Angriffe sind außerdem die Hauptursache für zivile Opfer.

Malka steht vor den Ruinen der Ali Abdulaleem-Schule, die im Jahr 2015 bombardiert wurde. Jetzt haben NRC und UNICEF eine neue Schule gebaut (im Hintergrund). Sie wurde im Jahr 2019 eröffnet, sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler.

Unsere 14.000 mutigen Mitarbeitenden helfen fast

9 Millionen Vertriebenen auf der ganzen Welt.