Lesen Beschriftung Nazia, 11, kümmert sich um ihre kleine Schwester Palwasha, die in eine dicke Decke eingewickelt ist. Sie leben in einem der inoffiziellen Lager in Kabul. Die Geschwister erleben hier nun ihren dritten Winter. Foto: Enayatullah Azad/NRC

Schneefall bringt afghanische Geflüchtete in große Gefahr

Veröffentlicht 07. Feb 2019|Bearbeitet 21. Jan 2019
Im Zentrum und im Nordosten Afghanistans ist der erste Schnee gefallen. Es werden mehr Schnee und Temperaturen bis zu -15 Grad Celsius erwartet, was für die afghanischen Vertriebenen in den Notunterkünften eine große Gefahr bedeutet.

„Der erste Schnee in diesem Winter ist eine gute Nachricht für die Millionen afghanischer Bauern, die von der schlimmsten Dürre seit zehn Jahren betroffen waren. Die Tausenden afghanischen Vertriebenen, die keine angemessene Unterkunft haben, einschließlich vieler in den inoffiziellen Siedlungen Kabuls, werden ohne Heizmaterial und Unterkunft den Winter über kämpfen müssen“, sagt Christopher Nyamandi, NRC-Landesdirektor in Afghanistan.

Es wird erwartet, dass die Temperaturen bis auf -15 Grad Celsius fallen und dass es noch mehr schneien wird.

„Ich weiß nicht, was ich tun soll und wie ich die Wintermonate hier überleben soll. Wir haben kein vernünftiges Dach über dem Kopf und nichts zu essen, und meine Kinder haben keine warme Kleidung“, sagt die vertriebene zweifache Mutter Aqila.

Für viele Familien ist dies der dritte Winter, den sie von zu Hause vertrieben in den Notunterkünften zu überleben versuchen.

„Tausende von vertriebenen Frauen, Männern und Kindern haben keine geeignete Kleidung oder Unterkunft, um sich vor der Kälte zu schützen. Unsere Mitarbeitenden sehen Kinder in Plastikschuhen ohne Strümpfe herumlaufen. Wir müssen diese Familien mit angemessenen Unterkünften, Heizgeräten, Decken und ausreichenden Lebensmittelvorräten versorgen, um sie durch diesen heftigen Winter zu bringen“, sagt Nyamandi.

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