Lesen Beschriftung Foto: Beate Simarud/NRC

Mosab's Geschichte - Teil 2: Bei Mosab zu Hause

Kristine Grønhaug|Veröffentlicht 11. Apr 2019|Bearbeitet 01. Apr 2019
Schneeflocken fallen leise vom Himmel und legen sich als dicke weiße Decke auf die Fichten und den leeren Fußballplatz vor Mosabs Fenster. Er geht hinaus auf die Veranda, um eine Zigarette zu rauchen.

Die Wand in seiner Wohnung ist mit zwei Glockenzügen dekoriert. Ihm war zu Ohren gekommen, dass Glockenzüge typisch norwegisch seien, und darum hat er sie an der Wand hängen. Er will sich an sein neues Heimatland anpassen.

An der Wand hängt auch ein gerahmtes Stück Papier. Darauf stehen Grüße von seinen Freunden, die er im Jugendcamp einer norwegischen Stiftung namens The Change Factory gefunden hat:

„Danke für die tolle Zeit, du bist wirklich cool und kannst so gut Klavier spielen.“ – „Du bist ein echt cooler Typ. Es war super, mit dir abzuhängen.“ – „Du bist ein bezaubernder Mensch. Du bist wahnsinnig weise und warmherzig. Mit deiner Energie und deiner Güte gibst du allen so viel. Danke für alles!“

Im Wohnzimmer stehen ein Esstisch mit vier Stühlen, ein Sofa und ein Couchtisch. Am Fenster steht ein Keyboard. In der Küche hängt Wäsche zum Trocknen. Im Schlafzimmer steht ein Bett. Alles stammt aus einem Second Hand-Shop:

„Ich habe die Möbel bekommen, weil ich in dem Laden ausgeholfen habe“, erklärt er.

Hast du irgendetwas aus Syrien?

„Nein. Nichts.“

Lesen Beschriftung Für seinen Einsatz wurde er in den Königspalast eingeladen, um den Kronprinzen und die Kronprinzessin zu treffen. Kronprinz Haakon ist auch der königliche Schirmherr der NRC Flüchtlingshilfe. Foto: Beate Simarud/NRC